Die Jugendherberge Oberstdorf-Kornau ist als erste Jugendherberge in Bayern mit der Auszeichnung „Bioland Gold plus“ zertifiziert worden und setzt mit 100 Prozent Bio-Zutaten neue Maßstäbe in der nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung. Als Bioland Gastronomie-Partner mit höchster Stufe steht sie für eine konsequent ökologische, regionale und qualitätsorientierte Verpflegung.
Bioland Gold plus für 100 Prozent Bio-Verpflegung
Die Jugendherberge Oberstdorf-Kornau ist jetzt offizieller Bioland Gastronomie-Partner und hat „mit voller Punktzahl“ die Gold-plus-Auszeichnung von Bioland erhalten. Mit 100 Prozent Bio-Zutaten ist sie die erste Jugendherberge in Bayern, die diese höchste Stufe erreicht. Rainer Pausch, Fachberater für den Außer-Haus-Markt bei Bioland, übergab gemeinsam mit Karin Agerer, Bioland-Kreissprecherin Oberallgäu, das Partnerschild vor Ort. Rainer Pausch betonte: „Die Jugendherberge Oberstdorf-Kornau zeigt eindrucksvoll, dass konsequente Bio-Qualität auch in der Gemeinschaftsverpflegung auf höchstem Niveau möglich ist. 100 Prozent Bio mit Blick auf den regionalen heimischen Einkauf der Lebensmittel, sind ein starkes Signal für die gesamte Branche.“
Regionale Verankerung
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts der Jugendherberge Oberstdorf-Kornau ist die enge regionale Verankerung und die Kooperation mit lokalen Bio-Erzeugern. Milch- und Käseprodukte stammen von der Bio-Schaukäserei in Wiggensbach, Backwaren von der Coffee Friends Bio Bakery aus Sonthofen, vormals Bio-Bäckerei Franz & Xaver. Die Einrichtung verbindet damit die eigene Bio-Verpflegung mit einem klaren Mehrwert für die regionale Landwirtschaft, während die Gäste authentische, hochwertige Produkte aus der Umgebung kennenlernen. Karin Agerer hob die regionale Bedeutung hervor: „Die enge Zusammenarbeit mit regionalem Bio und Bioland-Betrieben stärkt die heimische Landwirtschaft und schafft Vertrauen und Transparenz für die Gäste – ein echtes Vorbild für das Allgäu.“
Direkter Weg zum Gold-plus-Standard
Leiter Jörg Simon und Küchenchefin Madeleine Simon entschieden sich für einen unmittelbaren, umfassenden Umstieg auf Bioland Gold plus. „Wir wollten keine schrittweise Umstellung, sondern gleich den Gold-Standard erreichen“, erklärt Jörg Simon. Der Weg zu 100 Prozent Bio wurde über die Anpassung der Lieferketten und mit betriebswirtschaftlichem Geschick gestaltet. Ein hoch motiviertes Team, das die Vision einer nachhaltigen Ernährung teilt, unterstützte diesen Prozess. Die Zertifizierung nach den „Bioland Gold plus“-Vorgaben wird als logische Weiterentwicklung zum staatlichen Gold-Siegel beschrieben, das die Jugendherberge im Vorjahr erreicht hatte.
Signalwirkung im Jugendherbergsverband
Die Entwicklung in der Jugendherberge Oberstdorf-Kornau wirkt über den Standort hinaus in den Jugendherbergsverband hinein. Andere Einrichtungen nehmen dieses Engagement als Herausforderung auf. Marko Junghänel, Pressesprecher des Deutschen Jugendherbergswerks in Bayern, erklärt: „Wir nehmen sehr stark wahr, dass unsere Gäste diese Qualitätssteigerung nicht nur erkennen, sondern auch ausdrücklich honorieren. Regionales Bio wird zunehmend vorausgesetzt – viele fragen gar nicht mehr danach, weil es für sie selbstverständlich geworden ist. Das bestätigt uns in unserem Weg und zeigt zugleich, welches große Bildungspotenzial darin liegt.“
Zugleich beschreibt Junghänel die Rolle der Jugendherberge: „Die Jugendherberge Oberstdorf-Kornau ist ein echter Leuchtturm – nicht nur innerhalb des Verbands. Sie strahlt in die Region hinaus und setzt wichtige Impulse, auch für Hotellerie und Gastronomie vor Ort, sich intensiver mit Bio und nachhaltiger Verpflegung auseinanderzusetzen.“ Mit dem klaren Bekenntnis zu 100 Prozent Bio sowie dem Engagement für Nachhaltigkeit, Regionalität und Qualität positioniert sich die Jugendherberge Oberstdorf-Kornau damit als Referenzprojekt in Bayern.
Quelle: Bioland
Wie trendy muss man als Jugendherberge kochen?
Diese und weitere Fragen wie etwa nach der vegetarischen Verpflegung hat Alfred Vaassen, Küchenchef der Jugendherberge Bayrischzell am Sudelfeld anlässlich von 100 Jahren DJH in Bayern im Interview mit GVMANAGER beantwortet.