Die Kalle Neukölln Food Hall an der Karl-Marx-Straße in Berlin wird ab sofort von den Gastronomen in Eigenverantwortung betrieben. Der Eigentümer des revitalisierten ehemaligen Kaufhauses hat sich vom bisherigen externen Betreiber getrennt und unterstützt die aktuell zwölf Gastronomen nun direkt bei Infrastruktur und Vermarktung.
Neues Betriebsmodell in der Kalle Neukölln Food Hall
In der Food Hall im Erdgeschoss des Kalle Neukölln übernehmen die Gastronomen die Verantwortung für den Betrieb. Der Vertrag mit dem bisherigen Betreiber wurde aufgelöst. Der Immobilienentwickler MREI als Eigentümer des Gebäudes unterstützt die Gastronomen bei der Infrastruktur und der Vermarktung. Ziel ist es, das Potenzial des Standorts noch besser auszuschöpfen. Die Betreiber der sogenannten Stalls erhalten mehr Gestaltungsspielraum und können die Halle eigenverantwortlich führen. Regelmäßige Events sollen die Food Hall für das Publikum noch attraktiver machen, Self-Order-Terminals sollen die Abläufe in Zukunft vereinfachen.
Hintergründe zur Trennung vom früheren Betreiber
Die Food Hall im Kalle Neukölln ist geöffnet und der Betrieb läuft. Es gibt jedoch eine grundlegende Veränderung: Der Eigentümer des Gebäudes hat sich vom bisherigen externen Betreiber getrennt. Nachdem die Kalle Halle GmbH am 7. Juli 2026 selbst erklärt hat, den Betrieb nicht mehr zu verantworten, hat der Eigentümer die operative Kontrolle übernommen.
Die Beendigung des Vertragsverhältnisses hat Gründe: Der frühere Betreiber ist seinen vertraglichen Verpflichtungen über einen langen Zeitraum nicht nachgekommen. Das Center Management des Kalle Neukölln hat daher eine pragmatische Interimslösung geschaffen, die die Umsätze der Gastronomen sichert und in kurzen Zyklen direkt an diese auszahlt. Bis zur finalen Neueröffnung werden alle Systeme, von der Playlist bis zur Organisation der Spül-Logistik, in die neuen Strukturen überführt. Das Team des Kalle Neukölln bietet operative Unterstützung und stellt Infrastruktur und Vermarktung bereit. Die Gastronomen kochen, das Geschäft ist stark.
Gastronomiekonzepte ohne Systemgastronomie
Die aktuellen Betreiber der Gastro-Units bespielen die Halle weiterhin. Jede Küche steht für ein eigenständiges Konzept, entwickelt von Menschen, die täglich vor Ort sind und wissen, was der Neuköllner Kiez zwischen Rathaus Neukölln und Heimathafen braucht. Franchise-Ketten und Systemgastronomie bleiben konsequent ausgeschlossen. Carlo Ennuschat von Birds in the Kitchen sagt: „Ich bin dabei, weil ich jetzt spüre: Der Rahmen stimmt. Jetzt können wir diesen Ort gemeinsam zu dem machen, den der Kiez verdient.“
Investitionen in digitale Systeme und Eventkonzept
Der Eigentümer investiert in die Food Hall in Form digitaler Bestellsysteme, Self-Order-Terminals und QR-Codes für einen reibungslosen Ablauf. Ein regelmäßiger Eventkalender wird aufgebaut, die Berliner Food-Szene aktiv als Partner eingebunden.
Hans Stier, Partner bei MREI, erklärt: „Wir wissen, dass das ein radikaler Schritt ist. Statt einen neuen Großbetreiber reinzuholen, setzen wir auf Autonomie und Partnerschaft mit diesen wunderbaren Köchen, die bereits feste Größen im Haus, im Kiez und auch in Berlin sind. Deshalb investieren wir in die Infrastruktur. Nicht nur weil wir an die Gastronomen glauben, sondern weil wir denken, dass dies den Köchen und ihren Teams hilft, weiter zu wachsen.“
Tina Lubitz, Marketingleiterin Kalle Neukölln, betont: „Ich bin jeden Tag in diesem Haus und in engem Kontakt mit den Betreibern. Die Gastronomen haben viel Herzblut in ihre Konzepte gesteckt. Nun bekommen sie die operative Freiheit. Dieses Modell ist aus unserer Sicht in mindestens Berlin einzigartig.“
Quelle: Kalle Neukölln
Jetzt zum Newsletter anmelden!
Wollen Sie keine aktuellen News, spannende Hintergrundberichte oder Interviews verpassen? Dann melden Sie sich jetzt hier zu unserem Branchen-Newsletter an!





