Fünfstöckiges Backsteingebäude mit STAYERY-Eingang und dm-Filiale im Erdgeschoss

Stayery plant 105 Apartments im Berliner Wrangelkiez

Stayery erweitert sein Berliner Portfolio um einen Standort in der Wrangelstraße 34 in Kreuzberg. In einem Bestandsgebäude sollen auf rund 6.620 Quadratmetern insgesamt 105 Apartments für Kurz- und Langzeitaufenthalte entstehen. Die Eröffnung ist für Anfang 2028 vorgesehen. Mit dem Projekt wächst das bestehende und geplante Portfolio des Hospitality-Anbieters in der Hauptstadt auf sechs Standorte.

Die angemietete Immobilie wird vollständig für die Nutzung als Beherbergungsbetrieb mit Apartments ausgebaut. Eigentümer des Gebäudes ist ein deutsches Family Office, dessen Name nicht genannt wurde. Die Vermieterseite ließ sich bei der Vermittlung von der CAP Real Estate Consulting beraten. Die Savills Immobilien Beratungs-GmbH vermittelte das Gesuch.

Warum Stayery auf den Wrangelkiez setzt

Der künftige Standort liegt im Wrangelkiez und damit in einem innerstädtischen Quartier mit Gastronomie, Kultur und Einzelhandel. Die Lage soll zugleich von ihrem Umfeld für Geschäftsreisende sowie von der Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr profitieren. Stayery richtet das Angebot deshalb sowohl an Business- als auch an Freizeitgäste.

Für das Unternehmen ist Kreuzberg ein weiterer Baustein seiner kleinteilig auf die Berliner Bezirke ausgerichteten Standortstrategie. Gründer und Geschäftsführer Hannibal DuMont Schütte begründet die Entscheidung mit der polyzentrischen Struktur der Hauptstadt: „Berlin funktioniert nicht über ein einziges Zentrum, sondern über seine unterschiedlichen Kieze. Für unsere Expansion bedeutet das, nicht einfach möglichst viele Standorte zu eröffnen, sondern dort präsent zu sein, wo Menschen tatsächlich wohnen, arbeiten und ihre Zeit verbringen wollen.“ Kreuzberg sei bislang eine Lücke im Berliner Portfolio gewesen, die mit dem Standort im Wrangelkiez geschlossen werde.

Vier Apartmentkategorien auf 6.620 Quadratmetern

Die 105 geplanten Einheiten verteilen sich auf vier Kategorien. Die Apartments sollen zwischen 17 und mehr als 30 Quadratmeter groß sein. Jede Einheit erhält eine eigene Küchenzeile sowie einen kombinierten Wohn- und Arbeitsbereich. Damit zielt das Konzept auf Gäste, die neben einer Übernachtungsmöglichkeit auch Funktionen für längere Aufenthalte benötigen.

Die vorgesehene Aufenthaltsdauer reicht von einer Nacht bis zu sechs Monaten. Der Standort soll damit unterschiedliche Nachfragegruppen abdecken: von kurzfristig anreisenden Städte- und Geschäftsreisenden bis zu Personen, die vorübergehend in Berlin arbeiten, ein Projekt begleiten oder für mehrere Wochen beziehungsweise Monate eine möblierte Unterkunft benötigen.

Wie digitale Abläufe und persönliche Betreuung verbunden werden

Im Betrieb setzt Stayery auf eine Kombination aus digitalisierten Prozessen und Ansprechpartnern vor Ort. Zu den vorgesehenen digitalen Angeboten gehört ein Self-Check-in. Gleichzeitig sollen lokale Hosts für die Gäste erreichbar sein und Fragen zum Aufenthalt oder zum Umfeld beantworten.

Neben den privaten Apartments sind gemeinschaftlich genutzte Flächen geplant. Die sogenannten Community Spaces sollen Lounge- und Coworking-Bereiche umfassen und sowohl das Arbeiten als auch den Austausch zwischen den Gästen ermöglichen. Darüber hinaus sind eine Gästewäscherei und ein Self-Service-Kiosk vorgesehen. Diese Infrastruktur ist insbesondere auf die Anforderungen längerer Aufenthalte ausgerichtet, steht aber auch Kurzzeitgästen zur Verfügung.

Bestandsimmobilie wird zum Beherbergungsbetrieb

Für das neue Haus entsteht kein Neubau. Stattdessen wird ein bereits vorhandenes Gebäude für den Beherbergungsbetrieb ausgebaut. Das Projekt steht damit zugleich für die Umnutzung beziehungsweise Neupositionierung gewerblich genutzter Bestandsflächen. Angaben zum bisherigen Nutzungskonzept des Objekts, zum Investitionsvolumen oder zur Laufzeit des Mietvertrags machte Stayery nicht.

CAP Real Estate Consulting begleitete das deutsche Family Office auf Vermieterseite. Das Unternehmen ist im Asset-, Vermietungs- und Facility-Management tätig und befasst sich unter anderem mit der Repositionierung von Büro- und Gewerbeimmobilien. Savills übernahm die Vermittlung des Gesuchs und brachte damit Betreiber und Vermieter zusammen.

Berliner Portfolio soll auf sechs Standorte wachsen

Stayery nahm 2019 sein erstes Haus in Berlin in Betrieb. Mit dem Projekt in der Wrangelstraße umfasst das bestehende und geplante Portfolio in der Hauptstadt künftig sechs Standorte. Wie viele davon zum Zeitpunkt der Ankündigung bereits eröffnet sind, wurde in der Mitteilung nicht aufgeschlüsselt.

Über Berlin hinaus verfügt der Anbieter nach eigenen Angaben über ein Portfolio von mehr als 2.800 Einheiten an 27 Standorten. Der Schwerpunkt der Expansion liegt derzeit im DACH-Raum. Zusätzlich plant das Unternehmen den Eintritt in weitere internationale Märkte.

Das Betreiberkonzept verbindet möblierte Apartments mit Küchen, Wohn- und Arbeitsbereichen sowie gemeinschaftlich genutzten Flächen. Digitale Abläufe sollen den Personal- und Verwaltungsaufwand bei wiederkehrenden Prozessen reduzieren, während Hosts die persönliche Betreuung am Standort übernehmen. Das Angebot richtet sich vor allem an Geschäftsreisende und urban orientierte Gäste mit Aufenthaltsdauern zwischen einer Nacht und einem halben Jahr.

Quelle: Stayery

beenhere

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Bild von Lukas Steiglechner

Lukas Steiglechner

Mit seiner langjährigen Erfahrung als Fachjournalist berichtet Lukas Steiglechner aus der Zentralredaktion in München über aktuelle Entwicklungen in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Dabei legt er Wert auf klare Einordnung, relevante Entwicklungen und praxisnahe Perspektiven für das professionelle Gastgewerbe.

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