Koch des Jahres Baumgartner
Quelle: Melanie Bauer Photodesign & Julio Arellano

Koch des Jahres Finalist Lukas Baumgartner

Am 15. und 16. November 2026 findet das Finale des Koch des Jahres Wettbewerbs statt. Hier stellt sich Finalist Lukas Baumgartner selbst vor.

Name: Lukas Baumgartner
Alter: 30 Jahre
Wirkungsstätte & Position: Junior Sous Chef im Restaurant Auerhahn, im Hotel Auerhahn am Schluchsee

Lukas, warum hast du dich für den Kochberuf entschieden?

Kochen war schon immer meine Leidenschaft. Über Umwege habe ich mich dann entschieden meiner Passion nachzugehen. Für mich war es immer eine Faszination in Küchen zu arbeiten, und ich wollte Teil davon sein.

Was begeistert dich bis heute an der Gastronomie?

Dass die Gastronomie so unfassbar vielfältig ist. Es gibt so viele unterschiedliche Konzepte und Möglichkeiten, Gäste glücklich zu machen. Da muss es nicht immer das Sternerestaurant sein – auch ein Wirtshaus, dass frische Produkte nutzt, oder eine Pizzeria, die weiß wie man mit Teig umgeht, ist eine Bereicherung für die Kulinarik-Landschaft in Deutschland.

Welche Herausforderungen bringt die Branche mit sich – und wie gehst du damit um?

Natürlich sind die Preise extrem gestiegen und die Gäste sind nicht mehr bereit, Geld einfach rauszuschmeißen. Allerdings bin ich der Meinung, dass sich Qualität immer durchsetzt. Wenn man Qualität liefert und kreativ ist, sind die Gäste auch bereit das zu honorieren. Persönlich denke ich, dass man gezwungen ist, sich beim Einkauf umzuschauen. Regionalität ist keine Option mehr, sondern ein Muss. Wer den Hummer aus Kanada einfliegen lässt, muss damit rechnen viel zu bezahlen. Wir haben im Schwarzwald eine Vielzahl von regionalen Produkten, die begeistern und die durch kurze Transportwege bezahlbar und von hervorragender Qualität sind. Im Finale werde ich auch auf heimische Produkte setzen.

Welche drei Eigenschaften braucht man für die Gastronomie?

Ehrgeiz, Lernbereitschaft und Teamfähigkeit.

Vervollständige den Satz: „Gastronomie ist für mich …

…die Möglichkeit meiner Leidenschaft nachzugehen, Gäste glücklich zu machen und am Ende auch mich glücklich zu machen.“

Warum hast du dich für „Koch des Jahres“ beworben?

Weil ich den Wettbewerb unglaublich reizvoll finde. Vor allem, um Kontakte zu knüpfen, neue Freundschaften zu schließen und die Zeit mit jungen, hungrigen Talenten zu verbringen, die die gleiche Leidenschaft teilen wie ich.

Was bedeutet dir der Einzug ins Finale?

Es ist für mich der Lohn für harte Arbeit. Es bedeutet für mich unfassbar viel, weil ich die Kindheitserinnerungen mit der Koch-des-Jahres-Familie teilen durfte, was für mich ein emotionales Thema ist. Ich habe das Gefühl meinem Opa was zurückgeben zu können, weil er mir diese Erinnerungen mitgegeben hat und in mir diese Leidenschaft geweckt hat.

Welches Learning nimmst du aus dem Vorfinale mit?

Ich muss sagen, dass das Halbfinale für mich extrem positiv verlaufen ist. Was ich beibehalten werde, ist dass ich kleine Fehler direkt abhake und mich auf das Gesamtergebnis meines Menüs fokussiere. Lieber nicht den Fehler kaschieren, sondern einfach weitermachen, wenn etwas schief geht.

Quelle: Julio Arellano

Wie bereitest du dich fachlich und mental auf das Finale vor?

Ich suche schon den Austausch zu ehemaligen Küchenchefs und zu Freunden aus der Gastronomie. Natürlich bekommt man viele Ratschläge. Die Kunst ist es Ratschläge anzunehmen und trotzdem nicht von der eigenen Handschrift abzuweichen. Mental ist der Stress vor dem Finale natürlich extrem, ich versuche da entgegenzuwirken. Hardware zum Beispiel habe ich teilweise schon gepackt, damit sowas nicht auf den letzten Drücker passieren muss und ich was vergesse.

Vervollständige den Satz: „Ich werde Koch des Jahres, weil …

…ich ein Menü kochen werde, das Heimat verkörpert und das Handwerk und Leidenschaft widerspiegelt.“

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg beim Finale!

beenhere

Die Finalisten

Aljoscha KnoblichSemi HassineTetiana Berezhna und Lukas Baumgartner setzten sich im Live-Wettbewerb des Vorfinales mit ihren emotional aufgeladenen Interpretationen von Kindheitsgerichten vor der Fachjury durch, während Mustafa Mirzaei und Simon Bantle sich ihren Einzug ins Finale über den Publikumsentscheid der Chefs Challenge Night sicherten. Mehr zum Vorfinale lesen Sie in unserem Beitrag Koch des Jahres: Finalisten stehen fest.

Bild von Michael Teodorescu

Michael Teodorescu

Als Chefredakteur der Fachmagazine first class und Kaffee & Co. widmet sich Michael Teodorescu seit 20 Jahren mit Leidenschaft den Themen Getränke, Kaffee und Gastronomie. Mit Gastro-Erfahrung und einem besonderen Gespür für Trends und Innovationen in der Branche verbindet er fundiertes Fachwissen mit einem starken Netzwerk. Sein Ziel: Leser mit spannenden Insights, praxisnahen Tipps und inspirierenden Geschichten rund um Genuss und Gastfreundschaft zu begeistern.

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