Unter dem Motto „Expedition Wiese und Acker: Erforsche die Artenvielfalt im Ökolandbau!“ haben über 3.100 Kinder und Jugendliche am diesjährigen Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) teilgenommen. Ausgezeichnet wurden nun in Berlin die Gewinnergruppen der Klassen 3 bis 10 mit der Trophäe „Kuh-le Kuh“ in Gold sowie weiteren Preisen.
Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ und Zielsetzung des BMLEH
Der Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ richtet sich an Schüler der Klassen 3 bis 10 aller Schulformen und stand 2026 im Zeichen der Artenvielfalt im Ökolandbau. Die Teilnehmer erkundeten die Vielfalt von Tieren und Pflanzen im Ökolandbau, erforschten die Zusammenhänge zwischen Bio-Landwirtschaft und Nützlingen und gingen der Frage nach, welche Rolle Wildkräuter für den Ackerbau spielen. Die Beiträge wurden unter anderem als Kurzfilme, Podcasts, Bilderbücher, Songs und Brettspiele eingereicht.
Bundesminister Rainer betonte anlässlich der Preisverleihung die Bedeutung der Wettbewerbsbeiträge für das Verständnis ökologischer Landwirtschaft und des Naturschutzes: „Wiesen und Äcker im Ökolandbau bieten Lebensräume für zahlreiche Tiere und Pflanzen – und genau das haben die Schülerinnen und Schüler mit ihren tollen Projekten und cleveren Einfällen sichtbar gemacht. Ich bin beeindruckt, mit wie viel Neugier und Wissen sich junge Menschen für unsere Landwirtschaft sowie den Natur- und Umweltschutz engagieren.“
Preise und Auszeichnungen
Die fünf erstplatzierten Gruppen in den jeweiligen Alterskategorien sowie die Preisträger der Sonderpreise „Forschung“ und „Schule“ erhalten eine Reise nach Berlin, die Trophäe „Kuh-le Kuh“ in Gold sowie ein Preisgeld von jeweils 1.500 Euro. Die Zweit- und Drittplatzierten werden mit der „Kuh-le Kuh“ in Silber beziehungsweise Bronze und Preisgeldern in Höhe von 1.000 Euro und 750 Euro prämiert. Für die Plätze 4 und 5 in den Altersgruppen sind Preisgelder von 550 Euro beziehungsweise 450 Euro vorgesehen.
Erstplatzierte in den Alterskategorien
In der Altersgruppe I (Klassen 3 und 4) überzeugten die „Insekten-Versteher“ der Klasse 4b von der Grundschule Beuthener Straße aus Hannover in Niedersachsen. Die Kinder stellten in ihrem selbstgemalten Bilder- und Hörbuch „Auf Entdeckungsreise im Biofeld – Wer lebt auf Wiese und Acker?“ verschiedene Nützlinge im Ökolandbau vor.
In der Altersgruppe II (Klassen 5 und 6) sicherte sich die Klasse 6d des Gymnasiums Hechingen in Baden-Württemberg den ersten Platz. Die Schüler bereiteten ihre Erkenntnisse zum Jahresthema auf einer Infotafel auf dem Schulgelände auf und vermittelten ihr Wissen mithilfe von Comics, einem Podcast und einem Kurzfilm, die über QR-Codes abrufbar sind.
Die Radio-AG der Realschule Kißlegg in Baden-Württemberg gewann in der Altersgruppe III (Klassen 7 und 8). Drei Schülerinnen erläutern in einem informativen Radiobeitrag den Einfluss von Ökolandbau und Kreislaufwirtschaft auf Artenvielfalt und Bodengesundheit.
In der Altersgruppe IV (Klassen 9 und 10) belegte die Klasse O2 der Astrid-Lindgren-Schule aus Weißwasser in Sachsen den ersten Platz. Die Jugendlichen der Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung entwickelten ein inklusives Lernspiel mit dem Titel „Abenteuer Ökowiese“ und zeigen damit, wie sich Zusammenhänge von ökologischer Landwirtschaft, Artenvielfalt und gesunder Ernährung spielerisch entdecken lassen.
Sonderpreise „Forschung“ und „Schule“
Den Sonderpreis „Forschung“ erhielt die Garten-AG der Grundschule Plockhorst in Edemissen, Niedersachsen. Die Kinder untersuchten verschiedene Böden, um herauszufinden, in welchem die meisten Lebewesen vorkommen. Die Ergebnisse wurden in einem Video und auf Plakaten dokumentiert.
Mit dem Schulpreis wurden die „Klimadetektive“ der Gesamtschule an der Lippequelle aus Bad Lippspringe in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Der Stop-Motion-Film „Die Konferenz der Wiesenbewohner“ ist Teil eines umfangreichen Schulprojekts, in dem sich eine altersübergreifende Gruppe mit nachhaltiger Landwirtschaft, Artenvielfalt und Naturschutz auseinandergesetzt hat.
Quelle: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat