Quelle: United Against Waste

Kompetenzstelle startet durch

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im April 2022 gestartete Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung (KAHV) konnte in nur sechs Monaten die Zahl engagierter Betriebe verdoppeln: Sechs Monate nach Start haben rund 70 namhafte Unternehmen aus der Gastro-Branche – von Universitätskliniken bis zu Hotelketten – ihre Beteiligung an der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zugesichert. Manche beteiligen sich sogar mit mehreren Betriebsstandorten in ganz Deutschland. Und die Tendenz ist steigend.

Was bedeutet die Beteiligungserklärung? Damit erklären sich die Außer-Haus-Betriebe bereit, ab sofort alle festgelegten Maßnahmen zu ergreifen, die zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung beitragen. Für ihre aktive Teilnahme werden all diese Betriebe mit dem KAHV-Zertifikat ausgezeichnet.

„70 Unterzeichnungen sind ein tolles Ergebnis in nur sechs Monaten. Wir haben seit dem Start im April viel Aufklärungsarbeit geleistet sowie zum Mitmachen angeregt und freuen uns über den großen Zuspruch. Namhafte Unternehmen aus unterschiedlichen Kategorien des Außer-Haus-Markts machen bereits mit, vom Krankenhaus, über das Betriebsrestaurant und die Senioreneinrichtung bis hin zu Hotels und Restaurants.“

Nadja Flohr-Spence, Bereichsleitung KAHV

Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung auf einen Blick

  • Die neu geschaffene Kompetenzstelle ist die Anlaufstelle für alle gastronomischen Betriebe, die sich der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung anschließen wollen.
  • Das Ziel: den Lebensmittelabfall bis 2025 um 30 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren.
  • Koordination und Leitung: United Against Waste (UAW), gefördert durch das BMEL
  • Wissenschaftlicher Partner: Johann Heinrich von Thünen-Institut, das den zugrundeliegenden Prozess und die eingehenden Daten bewertet.

Lebensmittelpreise steigen: Mitmachen zahlt sich aus

Aufgrund weiter steigender Energie- und Lebensmittelpreise rückt Verschwendung in gastronomischen Betrieben wieder stärker in den Fokus. Alle haben erkannt, dass die Einsparpotenziale durch die langfristige Reduktion von Lebensmittelabfall enorm sein können. Bei rund 30 Prozent Abfallreduzierung spart ein Betrieb – je nach Größe – bis zu 70.000 Euro ein. Neben einem besseren Wareneinsatz und viel geringeren Abfallkosten, verbessert er zudem seine Klimabilanz.

Wie ist das Prozedere?

  • Alle gastronomischen Betriebe, die sich der Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung anschließen möchten, unterzeichnen zunächst die Beteiligungserklärung.
  • Damit erklären sie sich bereit, ihren Lebensmittelabfall regelmäßig zu messen sowie nach den Mindestanforderungen vorzugehen.
  • Einmal jährlich muss an die KAHV berichtet werden (spätestens 11 Mon. nach Unterzeichnung).
  • Am Ende des Prozesses werden sie mit dem KAHV-Zertifikat ausgezeichnet.

„Um es allen Teilnehmenden so einfach wie möglich zu machen, haben wir den gesamten Prozess digitalisiert – von der Unterzeichnung bis zum Berichten der Abfalldaten. Die Herausforderung dabei: Die Systeme müssen komplexe Informationen aus unterschiedlichsten Betriebsarten verarbeiten können und dennoch einfach bedienbar sein.“

Maike Schlindwein, Projektmanagerin bei der KAHV
info

Eigene Energie aus Speiseresten

Was tun mit den unvermeidbaren Lebensmittelabfällen? In sogenannten Kleinbiogasanlagen, können auch gastronomische Betriebe daraus ihre eigene Energie produzieren. Wie das geht, lesen Sie im Beitrag „Energie aus Speiseresten“.

Quelle: United Against Waste

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