Bereits 2018 nutzten laut der Studie National Eating Trends der NPD Group 14 Prozent der Konsumenten in den USA pflanzliche Alternativen. Davon bezeichneten sich 86 Prozent der Konsumenten nicht als Vegetarier oder Veganer. Ein Blick nach Deutschland bestรคtigt den Trend zum Flexitarismus nach dem Motto: โGesunde Ernรคhrung ohne kompletten Verzichtโ. Flexitarismus 2.0 bedeutet: Der Kunde will Proteine, allerdings verbunden mit der Wahlmรถglichkeit, ob sie fleischbasiert oder alternativ sind. Darum zรคhlt im Streetfood-Business nicht allein das Signature-Dish, mit dem man sich vom nรคchsten Stand absetzt. Es gehรถrt eine plant-based vegane Variante auf die Angebotstafel. Hier fรผnf Ideen, fรผrโs plant-based-Pimping von Foodexperte Andrew Fordyce:
1. Wirklich Gesund
Das Fleisch einfach wegzulassen ist in den meisten Fรคllen keine ansprechende Alternative. Ist ein Ersatzprodukt angesagt, gilt die Regel: frei von Allergenen, Laktose, kรผnstlichen oder gentechnisch manipulierten Stoffen. Fรผr eine plant-based-Kreation muss man nicht gleich selbst unter die Produktentwickler gehen. Premium Convenience-Produkte sind durchaus legitim, sollten aber โall naturalโ sein.

2. Frisch vom Feld
Die grรถรte Transparenz ist sicher bei Produkten gegeben, die vom regionalen Bauern kommen, der sich dem nachhaltigen Bio-Anbau verschrieben hat. Die einfachste Proteinbombe ist die Gemรผsepfanne. Wer bewusst die Zutaten wรคhlt, hat im Nu einen Power-Pool aus starken grรผnen Proteinen beisammen. 100 Gramm Rosen- oder Grรผnkohl liefern
4,5 Gramm Protein, gefolgt von Spinat und Brokkoli mit 3 Gramm. Ein aufmerksamer Blick auf die Proteinkalorien, also dem Anteil an den Gesamtkalorien, die aus Proteinen stammen, lohnt sich. Da hat die Brunnenkresse, ein tolles Topping, mit 84 Prozent Proteinkalorien die Nase vorne. Damit es auch was zum Beiรen gibt, einfach mit Hรผlsenfrรผchten wie getrockneten Kidneybohnen (58 Prozent Proteinkalorien) andicken. Mit etwas Know-how und Fantasie ist schnell ein plant-based-Gemรผsegericht gezaubert.
3. Chili con Proteine
Bleiben wir bei altbekannt und einfach: ein mexikanischer Eintopf โ aber nicht con carne. Stattdessen kommt veganes Hack hinein, das mittlerweile auch beim Discounter erhรคltlich ist. Eine Portion Extra-Proteine liefert ein spezielles Sonnenblumenhack mit rund 55 Prozent Proteinen.
4. Tacos mit Obst
Diese Kombination liest sich auf den ersten Blick schrรคg. Gemeint ist aber ein ganz besonderes Frรผchtchen: die Jackfruit. Sie punktet durch ihre Textur, die dem Hรผhnerfleisch nahe kommt. Dazu ist sie saftig und lรคsst sich vielfรคltig zubereiten, z. B. indem man sie mariniert und in รl scharf anbrรคt. In puncto Proteine gewinnt sie mit 1,5 Gramm auf 100 Gramm kein Rennen, aber beim Fett ist sie mit 0,1 Gramm fast unschlagbar. Apropos: Tacos sind glutenfrei und vegan, lassen viel Spielraum fรผr originelle Fรผllungen und sind schnell zubereitet.
5. Pokรฉ Protein Bowl
Schon seine Hauptzutat macht das Trendgericht Pokรฉ, den hawaianischen Fischsalat, zu einer Proteinbombe. Als weitere Proteingeber werden vor allem Algen und Reis gereicht. Als Ersatzprodukt fรผr den Fisch funktioniert Falafel: Eine multikulturelle plant-based-Variation, die gleichzeitig Geschmack und Proteine hervorbringt.
Fazit: Man kann aus dem Vollen der grรผnen Zutaten schรถpfen und hat im Nu ein zusรคtzliches Teaser-Gericht, das jeden anspricht, gleich welcher Ernรคhrungsart oder Tagesbefindlichkeit, die mal Lust auf einen fleischlosen Imbiss signalisiert.
Mehr รผber Andrew Fordyce und zu seinen Touren zu den Streetfood-Hotspots: www.foodtrendtours.de
Quelle: Fordyce